Ziemer & Falke

Name/Adresse Ihres Ausbildungsinstitut:

Schulungszentrum für Hundetrainer Ziemer & Falke GbR

Bahnhofstr. 76 – 26197 Großenkneten

Tel.: 04487 – 9207898

Erworbene Bezeichnung (z.B. Hundetrainer, Hundepsychologe):

  • Behördlich zertifizierte Hundetrainer (Tierärztekammer Niedersachsen, Schleswig-Holstein)
  • Tierschutzqualifizierte Hundetrainer (Veterinärmedizinischen Universität Wien)
  • Hundeverhaltensberater
  • Ernährungsberater Fachrichtung Hund
  • Tierheilpraktiker
  • Ausbilder für Begleithundeprüfung
  • Sachverständige für den Wesenstest in NRW
  • Anerkannte Prüfer für den Sachkundenachweis (Niedersachsen)
  • NLP-Master (neurolinguistisches Programmieren)

1. Wie stehen Sie allgemein zu der Novellierung des §11 TSchG Abs. 1 Satz 1 Nr. 8 f ?

Wir sind Befürworter der Novellierung sowie bundesweit einheitlicher Regelungen. Einen Standard zu setzen, halten wir für sinnvoll und auch für erforderlich. Der Beruf des Hundetrainers ist eine verantwortungsvolle Tätigkeit, die als solches wahrgenommen und behandelt werden sollte. Wir stehen hinter der Förderung des Tierschutzes und der Lehre von artgerechtem, gewaltfreiem Hundetraining. Die Novellierung des Tierschutzgesetzes ist unseres Erachtens ein Schritt in die richtige Richtung und wird von uns unterstützt.

Die Durchführung der Novellierung ohne erkennbare Transparenz, ohne Klärung von Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten war mangelhaft und hätte sicherlich besser gemacht werden können.

2. Momentan entsteht ja der Eindruck, dass jedes Bundesland und jeder Landkreis anders über die Erteilung der Erlaubnis nach §11 entscheidet. Wie nehmen Sie das wahr?

Dass es keine bundeseinheitliche Regelung oder Rechtsverordnung hinsichtlich der Durchführung der Novellierung des TierSchG gibt, führt bei allen Beteiligten bedauerlicherweise zu großer Verunsicherung und Verwirrung.

Da unsere Absolventen z. T. um ihre Existenz fürchten, wenden sie sich verständlicherweise hilfesuchend an uns. Wir betreiben einen enormen zusätzlichen Beratungsaufwand, sprechen mit unseren Teilnehmern als auch mit den für sie zuständigen Veterinärämtern. Wir erkundigen uns, informieren und vermitteln. Darüber hinaus ist der Verwaltungsaufwand für uns größer geworden, da vermehrt Bescheinigungen und Zeugnisse angefordert werden.

Ob private Schulungsinstitutionen anerkannt werden oder nicht, liegt im Ermessen eines jeden Landkreises – eine äußerst problematische Situation, die Ungerechtigkeit, Unverständnis und Unzufriedenheit schürt.

Da unsere Absolventen aus der gesamten Bundesrepublik stammen und auch untereinander gut vernetzt sind, ist es nur schwer nachvollziehbar, dass der eine Teilnehmer überhaupt keine Schwierigkeiten hat bei dem Erhalt einer Erlaubnis, während sein Kollege, der die gleiche Ausbildung durchlaufen hat, massive Probleme hat und letztendlich keine Erlaubnis erhält.

3. Was empfehlen Sie ehemaligen Absolventen Ihres Ausbildungsinstitutes bzgl. der Erlangung des § 11 TSchG?

Auf der einen Seite müssen sich Hundetrainer gut auf ihre Erlaubnis vorbereiten können. Dazu benötigen sie qualifiziertes Fachwissen. Jeder Absolvent sollte sein eigenes Wissen überprüfen, mögliche Schwachstellen aufdecken und sich ggf. in diesen Bereichen fortbilden um sich vorzubereiten. Auf der anderen Seite muss der Hundetrainer auch wissen, wie er sich vorbereiten kann. Derzeit ist der direkte Draht das Veterinäramt. Hier gilt es Auskünfte zu bekommen, wie etwa Literarturlisten, usw. um einen Rahmen zur Vorbereitung abstecken zu können. Ein gängiges Problem ist, dass die Veterinärämter derzeit selbst nach organisatorischen Lösungen suchen und dies entsprechend Zeit erfordert. Das bedeutet für viele Hundetrainer: Abwarten und Ruhe bewahren.

4. Haben/ mussten Sie Ihre Ausbildungsinhalte ändern, um dem § 11 TSchG zu genügen?

Nein. Unser Ausbildungsgang Hundetrainer ist eine fachlich aktuelle, wissenschaftlich gestützte und qualitativ hochwertige kynologische Aus- und Weiterbildung. Wir lehren modernes, gewaltfreies und artgerechtes Hundetraining, das von gesichertem Wissen aus ethologischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie jahrzehntelanger Erfahrung gestützt wird.

Darüber hinaus sind die Inhalte unserer Ausbildung und das Niveau dem Standard, der Prüfungsordnung und den Anforderungen der Tierärztekammern angepasst. Unsere Ausbildung dient somit ebenfalls der intensiven, gezielten und umfassenden Vorbereitung auf die Prüfung zum behördlich zertifizierten Hundetrainer durch die Tierärztekammer.

5. Viele Ausbilder haben für Ihre Schule einen Gleichstellungsantrag gestellt. Trifft das auch auf Ihr Institut zu?

a. Falls ja, gibt es bereits einen Bescheid zu diesem Antrag?

b. Falls nein, warum haben Sie sich entschieden keinen Antrag zu stellen?

Ja, wir haben einen Antrag. Bislang haben wir noch keinen Bescheid erhalten.

6.Bietet Ihre Institution selbst Vorbereitungskurse für die Zertifizierung an den Tierärzte-kammern Niedersachsen, Schleswig- Holstein bzw IHK Potsdam an?

a. Falls ja, was hat Sie dazu bewogen?

Zu unseren „normalen“ Ausbildungsgängen bieten wir zusätzlich Vorbereitungstage an. Dieses entstanden auf Wunsch unserer Teilnehmer, welche die Abläufe einer Prüfung nachvollziehen möchten.

Viele Teilnehmer leiden unter Prüfungsangst. Die letzte von Ihnen abgelegte Prüfung ist in der Regel lange her, die Nervosität ist umso größer. Unsere Absolventen wünschen sich daher eine intensive und gezielte Prüfungsvorbereitung, um guten Gewissens mit einem sicheren Gefühl in die Prüfung gehen zu können. Interessanterweise werden diese Vorbereitungstage auch als Informationsaustausch unter Gleichgesinnten gesehen. Inhaltlich wünschen sich die Teilnehmer einen Leitfaden, wie sie sich am besten auf den Prüfungstag vorbereiten können.

7. Häufig liest man, dass Schulen ihre Ausbildung dem § 11 TSchG angepasst haben, um so einem Gleichstellungsantrag überhaupt erst zu genügen. Eine positive Bescheidung betrifft i.d.R. lediglich neue Absolventen und richtet sich nicht rückwirkend an ehemalige Studenten. Daraus lässt sich ja folgern, dass es bei früheren Studienabgängern zu Defiziten“ in der Ausbildung gekommen ist. Da es zuvor keinen einheitlichen Ausbildungsstandart gegeben hat, trifft ja weder die Hundetrainer, noch die Ausbildungsinstitute schuld daran. Bieten Sie Ihren ehemaligen Absolventen die Möglichkeit, z. B. in speziellen Kursen, die so entstandenen „Defizite“ auszugleichen?

a. Falls nein, warum nicht?

b. Falls ja, wie sehen diese Angebote aus?

Wir stehen oft in sehr engem Kontakt mit unseren (ehemaligen) Absolventen. Oft setzen wir uns zusammen und schauen dann individuell was der Hundetrainer an Wissen ggf. noch zusätzlich benötigt. Einfach einen Kurs zu verkaufen halten wir für unglücklich und der Situation nicht angemessen. Es geht uns vielmehr darum Hundetrainern wohlwollend auf ihrem Weg Richtung Zertifizierung, bzw. §11f-Genehmigung, zu unterstützen – und zwar genau mit dem was sie auch wirklich gebrauchen können.

Da wir bereits seit Beginn der Zertifizierung durch die Tierärztekammer Schleswig Holstein auf deren Prüfung vorbereiten, mussten wir seit 6 Jahren keinen gravierenden Veränderungen an den Inhalten vornehmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *