Wie alles begann-ein Prüfungsbericht

Wie es begann…
Doq test pro Theorie am 23.02.2015, 10 Uhr im Veterinäramt R. zusammen mit drei weiteren Prüflingen, wir mussten ca. eine halbe Stunde warten, da die Computer noch nicht „bereit“ waren.

Wurden einzeln nacheinander in den gemeinsamen Prüfungsraum geführt, was dazu führte, dass der erste Prüfling die ganze Unruhe und die Einweisungen der anderen Prüflinge mit anhören musste während des Tests, was ich für die Konzentration als sehr störend empfunden habe. Ebenso wurde die Auswertung des Tests mit den ersten die fertig waren, im Prüfungsraum besprochen, obwohl andere Prüflinge noch über den Fragen brüteten. Die sofortige Besprechung der vom System als falsch beantworteten Fragen wurde von Dr. S. und Dr. Sa. angeboten. Leider war in meinem Fall Dr. Sa. nicht in der Lage, mir die richtige der vier Antwortmöglichkeiten auf eine von mir falsch beantwortete Frage zu zeigen.

Ansonsten herrschte an diesem Tag eine sehr nette Atmosphäre, Dr. S.und Dr. Sa. waren freundlich und hilfsbereit. Rücksprache mit anderen Prüflingen ergab, dass diese es auch so empfanden.

Wie es weiterging…

Praktische Prüfung und Fachgespräch am Dienstag 17.03.2015 14 Uhr in R.. Sogar schon 5 Tage!! vorher erfuhr ich von Dr. S. auf meine telefonische Nachfrage hin, dass ich einen Gruppenunterricht zeigen soll. Zum Glück sind unter meinen Kunden sehr flexible Menschen, die so kurzfristig konnten. Mein Mann war als Helfer beim praktischen Prüfungsteil mit dabei.
Wir waren pünktlich um 14.00 Uhr am vereinbarten Treffpunkt. Zunächst ließ Dr. S. mich wissen, dass die Prüfungskommission, bestehend aus 4 Personen (Dr. S., Dr. Sa., Sachbearbeiterin W., Dr. K.) zuerst eine Mittagspause von 30 Minuten einlegt. Ab 14.30 Uhr erfolgte ein Gespräch der Prüfungskommission mit mir.

Der Vorschlag von Dr. S., ins Feld zu fahren, wurde von Dr. K. im Vorgespräch unter meiner Anwesenheit abgelehnt. Es war ihr offensichtlich zu viel „schon wieder raus zu fahren“. Ich war die Dritte, die an diesem Tag geprüft wurde. Ich stimmte zu, da ich kein Problem habe auf einem Parkplatz zu trainieren und wusste, dass es für meine Kunden und deren Hunde auch kein Thema ist auf einem Parkplatz zu üben – das gehört immerhin zu unserem Alltag.

Gegen 14.45 Uhr trat die Prüfungskommission dann in den Hof des Dienstgebäudes. Meine Kunden warteten jetzt schon 45 Minuten. Keiner der Personen der Prüfungskommission hielt es für notwendig die wartende Gruppe zu begrüßen geschweige, sich den Anwesenden vorzustellen.

Nach einigen von mir frei gewählten Übungen mit und ohne Leine auf dem Parkplatz wollte Dr. K. das Heranrufen der Hunde aus dem Freilauf sehen. Hierfür wechselten wir den Ort und zwar auf die Rasenfläche der Behörde, so dass die weiteren Übungen nun unmittelbar neben dem Kindergarten und ca. 40 im Freien spielenden und lärmenden Kindern stattfanden. Man konnte sein eigenes Wort kaum noch verstehen.

Für Dr. S., Vorsitzender der Prüfungskommission, stellte dies offensichtlich kein Problem dar, da er sich zunächst mit seiner Kollegin und anschließend einer Kundin unterhielt.

Für die Kundinnen, für meinen Mann und für mich war dieser Zustand äußerst belastend.

Die einzige die Protokoll geführt hat, war Dr. K.. Kein anderes Mitglied der Prüfungskommission hat etwas mitgeschrieben. Am Ende dieses Prüfungsteils wurde wieder keiner meiner Kunden durch die Prüfungskommission verabschiedet oder beachtet.

Ich halte fest, das Veterinäramt führte eine Prüfung durch und ließ die komplette praktische Prüfung vom Prüfling organisieren. Über den Anstand, sich bei den freiwillig anwesenden Bürgern zu bedanken verfügten die Mitarbeiter des Veterinäramtes nicht.

Dann, nach ca. einer Stunde und einer kurzen Pause wurde ich zum Fachgespräch vor die Prüfungskommission im Dienstgebäude gebeten. Dr. K. stellte im ersten Teil Fragen, die sich auf Details während der Übungen im praktischen Teil bezogen und den Charakter eines Gedächtnistests hatten, sozusagen eine Videoanalyse, nur halt aus dem Gedächtnis. Solche Detailfragen kann man ohne vorherige Info, auf was man bei der Ausführung der Übungen seinen Focus lenken soll, eine Stunde später nach einem solchen unter belastenden Umständen stattfindenden Test nur teilweise beantworten. Dr. K. hatte keine Probleme, sich an Details zu erinnern, sie hatte ja während der Übungen mitgeschrieben. Ich beschwerte mich bei ihr über ihre Art zu fragen. Im weiteren Verlauf sah ich mich genötigt immer wieder nachzufragen: „Wie meinen sie das?“ „Ich verstehe ihre Frage nicht.“ „Was wollen sie hören?“ „Worauf wollen sie hinaus?“. Die Fragen von Dr. K. zielten auf Symptombearbeitung und Konditionierung ab.

Da ich so nicht arbeite, musste ich durch Nachfragen herausfinden, welche Stichworte sie hören wollte. Dr. K. scheint eine bestimmte Erziehungsmethode zu präferieren. Dementsprechend waren ihre Fragen ausgerichtet. Auch Dr. S. scheint mir noch nichts von Methodenvielfalt gehört zu haben.

Zum Beispiel hatten beide Probleme mit der Art der alltagstauglichen Leinenführigkeit, die meine Kunden gezeigt hatten. Beide waren entsetzt, dass die Hunde die Seite wechseln dürfen und auch manchmal nicht direkt am Bein ihrer Menschen laufen. Alle Hunde hatten allerdings die Übungen an lockerer Leine mit guter Orientierung auf ihre Menschen absolviert. Ich frage mich, was das mit Tierschutz zu tun hat! Meiner Meinung nach gehen die Fragen weit über die einer Sachkundeprüfung hinaus.

In Dr. K.´s Gesicht war die ganze Zeit über keine Gefühlsregung zu erkennen. Auch während der Übungen kam keinerlei Rückmeldung von ihr. Dadurch herrschte während der gesamten Prüfung eine eisige Stimmung. Meine Kunden haben das auch so empfunden und waren ganz verunsichert. Ich halte ein solches Verhalten für zwischenmenschlich untragbar. Ich frage mich, warum versucht wird, Prüflinge derart zu verunsichern und was das mit Tierschutz zu tun hat?

Mein Mann fragte nach der Prüfung Dr. K. nach ihrer Qualifikation, um solche Prüfungen abzuhalten. Sie gab zur Antwort, sie sei Sachverständige. In seinen Recherchen fand er heraus, dass sie zwar Sachverständige ist, jedoch nur für die Beurteilung von Hunden im Rahmen eines Wesenstests. Auch Dr. S. befragte mein Mann über die fachliche Qualifikation von Dr. K.. Von ihm erhielt er die Antwort, sie sei Dozentin an der Universität G.. Aber auch das stimmt offensichtlich nicht. Nach seinen Recherchen ist Dr. K. allenfalls Lehrbeauftragte und wird somit über ein Stundenhonorar entgolten. Sie ist nicht habilitiert, ob sie in den letzten Jahren Festanstellungen an einer Universität hatte scheint fraglich.

Ihre Vita weißt keinerlei Spezialwissen über die unterschiedlichen Erziehungsmethoden im Hundetraining aus, ihre Promotion beschreibt das Verhalten von Pferden. Seriöse wissenschaftliche Abhandlungen hinsichtlich des Hundeverhaltens konnte mein Mann nicht finden.

Ich frage mich, aufgrund welcher Kenntnis und Erfahrung Dr. K. in eine Kommission zur Überprüfung der Sachkunde von Hundetrainern berufen wurde. Wie kann eine Person, die durchaus in Konkurrenz in Ihren angebotenen Leistungen (siehe Internetseite) mit dem/der Prüfling/e steht, einer Prüfungskommission angehören?

Ich frage mich, was eine Sachbearbeiterin und zwei Praktikanten (in der Prüfung von einer Fachkollegin) in der Prüfungskommission zu suchen haben?

Zu Beginn der Prüfung wurden Nachweise der Haftpflichtversicherung von den beteiligten Hunden gefordert. Diese Unterlagen händigte ich der Prüfungskommission aus, worauf Kopien gezogen wurden. Ob die Versicherungsnachweise zu den Hunden und den Besitzern passen wurde nie geprüft. Ich frage mich, auch im Hinblick des Datenschutzes, wozu die Versicherungspolicen benötigt wurden?

Mein Mann ist entsetzt über die Vorfälle und wehrt sich als betroffener Bürger gegen dieses willkürliche Vorgehen des Veterinäramtes.
• Beschwerde sofort nach Ende der Prüfung bei Dr. S. persönlich über den Verlauf. Dr. S. sagt, dass meinem Mann der Rechtsweg offen stehe.
• Telefonat mit Dr. Si., RP Darmstadt, Termin für persönliches Gespräch fixiert
• Telefonat mit Herrn Ku., Hauptabteilungsleiter im Landratsamt Erbach, schriftliche Eingabe der Dienstaufsichtsbeschwerde
• Gespräch im RP Darmstadt mit von Dr. Si. vorinformiertem Juristen des RP Herrn N. und der zuständigen Sachbearbeiterin, schriftliche Eingabe der Fachaufsichtsbeschwerde
• Anruf bei meinem Mann von Frau Kn., Hauptabteilungsleitung Ländlicher Raum, Veterinärwesen und Verbraucherschutz beim Kreisausschuss des Odenwaldkreises, unmittelbare Dienstvorgesetzte des Dr. S.;
Stand 25.03.2015

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