Jan Nijboer

Name/Adresse Ihres Ausbildungsinstitut:

Natural Dogmanship®Zentrale, Jan Nijboer, Steimeler Str. 10, 57614 Niederwambach

Erworbene Bezeichnung(z.B. Hundetrainer, Hundepsychologe):

Hundeerziehungsberater, Buchautor

1. Wie stehen Sie allgemein zu der Novellierung des §11 TSchG Abs. 1 Satz 1 Nr. 8 f ?

Grundsätzlich ist dies positiv zu begrüßen. Nur leider ist die Umsetzung fachlich am Ziel vorbei und teilweise der Willkür der Veterinärämter ausgesetzt.

2. Momentan entsteht ja der Eindruck, dass jedes Bundesland und jeder Landkreis anders über die Erteilung der Erlaubnis nach §11 entscheidet. Wie nehmen Sie das wahr?

Genauso.

3. Was empfehlen Sie ehemaligen Absolventen Ihres Ausbildungsinstitutes bzgl. der Erlangung des § 11 TSchG?

Dem Antrag, die Beschreibung der Ausbildungsinhalte, die Teilnahmebescheinigung über die absolvierte Ausbildung und der evtl. zusätzlich besuchten Seminare, dem zuständigen Veterinäramt beizufügen. Ein persönliches Gespräch mit dem zuständigen Veterinäramt führen und für ein eventuelles Fachgespräch offen zu sein, ohne sich den jeweiligen tierschutzrelevanten Prüfungsordnungen zu unterwerfen.

4. Haben/ mussten Sie Ihre Ausbildungsinhalte ändern, um dem § 11 TSchG zu genügen?

Nein, unsere Ausbildung ist eine überdurchschnittliche Vorbereitung, die unter Umständen dazu führen kann, dass die Absolventen ineinigen Bereichen teils kompetenter als die Prüfungskommission sind.

5. Viele Ausbilder haben für Ihre Schule einen Gleichstellungsantrag gestellt. Trifft das auch auf Ihr Institut zu?

a. Falls ja, gibt es bereits einen Bescheid zu diesem Antrag?

b. Falls nein, warum haben Sie sich entschieden keinen Antrag zu stellen?

Ja, ein Gleichstellungsantrag wurde bereits gestellt, einen Bescheid gibt es noch nicht.

6.Bietet Ihre Institution selbst Vorbereitungskurse für die Zertifizierung an den Tierärztekammern Niedersachsen, Schleswig-Holstein bzw IHK Potsdam an?

a. Falls ja, was hat Sie dazu bewogen?

Nein

7. Häufig liest man, dass Schulen ihre Ausbildung dem § 11 TSchG angepasst haben, um so einem Gleichstellungsantrag überhaupt erst zu genügen. Eine positive Bescheidung betrifft i.d.R. lediglich neue Absolventen und richtet sich nicht rückwirkend an ehemalige Studenten. Daraus lässt sich ja folgern, dass es bei früheren Studienabgängern zu „Defiziten” in der Ausbildung gekommen ist. Da es zuvor keinen einheitlichen Ausbildungsstandart gegeben hat, trifft ja weder die Hundetrainer, noch die Ausbildungsinstitute schuld daran. Bieten Sie Ihren ehemaligen Absolventen die Möglichkeit, z. B. in speziellen Kursen, die so entstandenen „Defizite” auszugleichen?

a. Falls nein, warum nicht?

b. Falls ja, wie sehen diese Angebote aus?

Dies ist nicht notwendig, denn wie bereits gesagt,werden in der Ausbildung die Bereiche abgedeckt. Das Problem sehe ich im Auseinanderklaffen der eher altmodischen Richtungen der Hundeerziehung, die von den Prüfungskommissionen oft als neuester wissenschaftlicher Stand angesehen werden einerseits und dem wissenschaftlich fundierten Fachwissen, dass in unserer Ausbildung angeboten wird andererseits. Obwohl das teils veraltete Wissen auch bei unseren Absolventen präsent ist, müssen diese, um die Prüfung zu bestehen, Fragen teils falsch und gegen eigene ethische Tierschutznormen beantworten. Nur bestimmte ideologische Strömungen werden akzeptiert, wodurch die Durchführung dieser Novellierung als eine willkürliche und absurde, teils fachlich nicht kompetente Maßnahme gesehen werden muss.

Dieskönnte den Anschein enstehenlassen, dass einebestimmte Lobby der Veterinärmediziner damit beschäftigt sein könnte, einezusätzliche Existenz auf Kosten einer anderen Berufsgruppe –der HundeerziehungsberaterInnen -zu sichern. Wovon ich aber nicht ausgehen mag.

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