Der „kleine“ § 11- der Amtsveterinär eine Fleischereifachverkäuferin?

absurdistan von Angela Knocks-Münchberg

Der „kleine“ § 11- der Amtsveterinär eine „Fleischereifachverkäuferin“?

Es war mal ein Paragraph, der nannte sich 11 und weil es so viele mit dem gleichen Namen gab, nannte er sich noch Absatz1. Doch auch so hießen schon einige, so nahm er noch den Satz 1 hinzu. Doch auch damit stand er nicht alleine und so blieb ihm, in letzter Konsequenz, nichts anderes übrig, als sich noch den „Spitznamen“ Nr. 8 Buchstabe f zu zulegen. Nun hatte er ein Alleinstellungsmerkmal und konnte mit niemand anderem mehr verwechselt werden.

Trotzdem glaubte er, sich unter alle den anderen (Änderungen) im § 11 verstecken zu können. Kam er doch so unscheinbar daher. Beinahe wäre im das auch gelungen. In seiner unermesslichen Bescheidenheit, verlangte er nämlich nur eins: ein „Mindestmaß an Sachkunde“ für Hundetrainer. Dies noch nicht einmal von allen, nein, nur von den gewerblich Tätigen.

Leider hat der „kleine“ Paragraph nicht an den Faktor Mensch gedacht und so musste es kommen, wie es kam. Der Mensch, mit seiner geballten Kraft der Evolution. Dörfer hat er errichtet, Städte gebaut, Wurst-, Fleisch- und Käsetheken aus dem Boden gestampft… Äh, wie bitte?

Ja, Wurst- und Fleischtheken, Sie haben schon richtig gelesen. Wer kennt nicht die allseits beliebte Frage „Darf es auch ein bisschen mehr sein?“ Und wer von uns traut sich da schon „Nein“ zu sagen? Man will ja schließlich nicht unhöflich oder geizig erscheinen. Und was sollen die anderen in der Schlange hinter einem sonst denken?

Mittlerweile bin ich mir wirklich sicher, dass die meisten Amtsveterinäre, noch nie an einer Fleisch-, Wurst-, oder Käsetheke gestanden haben. Wie sonst ist es zu erklären, dass die weder den „keinen“ Paragraphen für voll nehmen, noch uns Hundetrainer gefragt haben: „Darf es auch ein bisschen mehr sein? Ebenso sicher bin ich mir, dass da dann die meisten Hundetrainer gesagt hätten „Nein, Danke!“ Vielleicht sind ja alle Amtsveterinäre Vegetarier oder sogar Veganer? Immerhin wissen die ja genau,was tatsächlich so in unsere Wurst oder Fleisch drin ist….Dabei fällt mir ein, ich bin noch nie in einem Schuhgeschäft gefragt worden „Darf es auch ein Paar mehr sein?“, oder beim Bäcker „Darf es auch ein Brötchen mehr sein?“. Wozu denn auch. Wenn ich sechs Brötchen bestelle, dann möchte ich nicht fünf Brötchen oder sieben Brötchen, sondern genau sechs, oder wie sehen Sie das?

Doch zurück zum Thema. Nun haben wir also den (Wurst-) Salat. Man hat uns Hundetrainern einfach, ungefragt, etwas mehr gegeben. Kein wunder also, dass wir uns mit dem „kleinen“ § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 8 f solidarisch erklären. Irgend jemand muss ja schließlich für seine Rechte eintreten. Ach nee, das waren ja unsere….

Zusammenfassend, ergibt sich daraus eigentlich nur ein Fazit:

Liebe Amtsveterinäre, informiert euch doch mal bei 11880, „da werden Sie geholfen“!

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