Christiane L. – Celle – Niedersachsen

 

Prüfung-verweigert
Christiane L. – Celle – Niedersachsen

 

Auch ich habe mich als verantwortungsvolle und engagierte Trainerin mit der neuen Regelung auseinandersetzen müssen, da das Vet-Amt von sich aus keine Anstalten machte, mich zu informieren. Also nahm ich am 29.01.2014 Kontakt zum Vet-Amt auf und bat um Unterlagen bzw. weitergehende Informationen. Alles was ich bekam, war ein Formular. Da dann nichts mehr geschah, wartete ich ab. Nichts geschah. Um aber auf der sicheren Seite zu sein, füllte ich es aus, legte sämtliche Aus-/Fort- und Weiterbildungsunterlagen sowie den Sachkundenachweis für Hundehalter bei, erklärte meine Tätigkeiten mit und ohne Ehrenamt im Tierschutz, die Tätigkeitsgebiete meiner Hundeschule und rief nochmals beim Vet-Amt an. Man machte mir Hoffnung und sagte, dass aufgrund meiner Unterlagen es sicherlich kein Problem sei, dass ich die “Zulassung” erhielte. Mein erneuter Anruf, ob denn mein Sachkundenachweis noch gültg sei, wurde mich “Aber natürlich!” beantwortet. Zum 31.07.2014 erhielt das Vet-Amt also fristgemäß alle meine Unterlagen.

Dann folgte 2 Wochen Funkstille. Am 13.08.2014 erhielt ich ein Schreiben, dass meine Sachkunde nicht ausreichend sei und ich ein Fachgespräch absolvieren müsse – bestehend aus dem DOQ-Test, mehreren Videosequenzen und einem praktischen Teil. Kostenpunkt: ca. 550 Euro.

Aaahhhh jaaa… ich war also doch sachUNkundig!! Sehr interessant! Okay, soweit so gut – ich bin ja gerne bereit mich überprüfen zu lassen – im Namen des Tierschutzes!

Mit zunehmender Recherche wie es wohl anderen Trainern ergangen war, wurde mir immer klarer, dass es niemals um Tierschutz gehen kann.

Am 28.10.2014 erhielt ich eine Information (weder Vorladung, geschweige denn Einladung!), dass ich am 04.11.2014 mich zur theoretischen Prüfung im Vet-Amt einfinden solle. Die praktische Prüfung würde am 08.12.2014 im Boxer-Club stattfinden. Prüfer wären ein ortsansässiger Tierarzt mit Zusatz für Verhaltenstherapie und eine Wissenschaftlerin aus Hannover.

Hmhm… aaalsoooo, ein Mitbewerber will mich also prüfen – ich unterstelle mal Befangenheit und die Intention mich als Mitbewerberin vom Markt zu bekommen. Wie soll ich bitte eine faire Überprüfung meines Wissens erwarten??!!
Dann soll ich im Boxer-Club antreten, wo der Club für seine Methoden stadtbekannt ist?! Meine Kunden erzählen mir die Horrorgeschichten täglich! Auf der HP steht sogar, dass sie mit “Dominanz” arbeiten würden.

Daraufhin habe ich um einen Aufschub gebeten, auf den Zeitpunkt wie ihn mein Kompagnon (mit ihm betreibe ich die Hundeschule gemeinsam) aus seinem Landkreis (Celle) erhalten hat. Ende Januar 2015 – mit Erlaubnis bis dahin weiterarbeiten zu dürfen.

Dass es keine Rechts- oder Durchführungsverordnung gibt, interessiert das Vet-Amt anscheinend so gar nicht – trotz 2facher schriftlicher Bitte um Übersendung kam bis heute NICHTS. Ebenso wenig erhielt ich die Prüfungsrichtlinie und Prüfungsordnung von Lupologic, die in meiner “Ladung” erwähnt wurden und angeblich im Anhang zu finden wären – was leider nicht der Fall war. Auch hier erhielt ich auf Nachfrage NICHTS.

Telefonisch wurde mir dann relativ barsch mitgeteilt, dass ich die Prüfung, egal wo, bis 31.12.2014 vorzulegen habe! Bei der TÄK Nds. wird die Prüfung (OHNE Vorbereitungskurs oder Lehrgang) 710 Euro kosten!

Tja… nun steh ich da mit meinem kurzen Hemdchen… die Anfragen nach Hundeführerschein und Begleithundeprüfung stapeln sich auf meinem Schreibtisch. Und ich kann nichts weiter tun, als die Menschen zu vertrösten bzw. an andere Hundeschulen zu verweisen. Inzwischen ist es soweit, dass manche Leute bei mir die Vorbereitung machen möchten (weil aus oben erwähnten Gründen andere Hundeschulen nicht besucht werden möchten) und dann lediglich die Prüfung woanders ablegen möchten.

Ich wünsche mir und allen anderen Hundetrainern, dass sie genügend Durchhaltevermögen dieser Behördenwillkür gegenüber haben und uns der Klageweg erspart bleibt.

Noch einmal erkläre ich mich bereit eine Prüfung abzulegen – sofern diese wirklich fair, transparent, einheitlich und sinnvoll ist. Unter den derzeitigen Umständen kann man von einem „Gütesiegel“ leider nicht sprechen!


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