Absolut Hund

Name/Adresse Ihres Ausbildungsinstitut:

Absolut-Hund, Dapperskamp 1, 48249 Dülmen

Wie stehen Sie allgemein zu der Novellierung des §11 TSchG Abs. 1 Satz 1 Nr. 8 f ?

Grundsätzlich halte ich eine Genehmigungspflicht für angebracht. Diese sollte sich jedoch auch auf die Umsetzung des Tierschutzes beschränken, welche meines Erachtens momentan nicht der Fall ist.
Um es noch klarer zu definieren: Es macht den Anschein, als ginge es gar nicht um den -Schutz- des Tieres (hier Hund).

Momentan entsteht ja der Eindruck, dass jedes Bundesland und jeder Landkreis anders über die Erteilung der Erlaubnis nach §11 entscheidet. Wie nehmen Sie das wahr?

Das kann ich nur bestätigen. Man macht sich so seine Gedanken, worum es bei dieser ganzen Novellierung überhaupt geht. Da offensichtlich der Schutz des Tieres (hier Hund) eine minderwertige Bedeutung hat, bleibt die Frage nach dem Sinn und Zweck dieser Novellierung offen.
Ich meine, worum kann es denn gehen, wenn von uns ausgebildete Hundeverhaltenstherapeuten und auch Hundehaltertrainer in verschiedenen Landkreisen mit „russisch Roulett“ rechnen müssen. Gleicher Ausbildungsstand, gleicher Qualitätsstandard, in höchstem Maße tierschutzkonform und dennoch verzeichnen wir bei unseren Absolventen gleichermaßen Genehmigungen, wie auch Ablehnungen. Um dies noch zu toppen, ist man in Landkreis X der Meinung, die Sachkunde reiche aus. In unserem Landkreis hingegen soll ich nun den D.O.Q.-Test Pro ablegen….???? So wurde doch unser Fachwissen, unsere Sachkunde an die genehmigten Absolventen vermittelt. Das muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen. Verstehen kann man es sicher nicht.
Wie kann es denn bei einer deutschlandweiten Gesetzgebung solch willkürliche Handlungen/Umsetzungen geben?

Darüber hinaus möchte ich an dieser Stelle gerne auch darauf hinweisen, dass ein theoretisches Wissen niemals den Schutz des Tieres in der Praxis wiederspiegeln kann.
Eben so wenig kann ein theoretisches Fachwissen, die so genannte Sachkunde, den Schutz des Tieres (hier Hund) als Genehmigungskriterium auch nur im Ansatz gewährleisten.
Meiner Meinung nach, wolle man doch tatsächlich das Tier laut Tierschutzgesetz in den Vordergrund heben (was außer Frage stehen sollte), müsste eine Überprüfung im Umgang mit dem Hund erfolgen.
Das Tierschutzgesetz ist letztendlich recht klar in den Bereichen: Haltung und Umgang, definiert.
Interessanter Weise scheinen wir auch nach Tierschutzgesetz und Novellierung unterschiedliche Bedürfnisse und Schutzgegebenheiten zu verzeichnen. Ich frage mich, sind ehrenamtlich arbeitende Hundetrainer generell tierschutzkonform und gleichermaßen sachkundig, oder sollte es (in irgendeiner für mich unerfindlichen Weise) Unterschiede zwischen Hund und Hund als Tier, nach unserem Tierschutzgesetz geben?

Fazit: Meldepflicht anstatt Genehmigung und entsprechende Umgangsüberprüfung.

Was empfehlen Sie ehemaligen Absolventen Ihres Ausbildungsinstitutes bzgl. der Erlangung des § 11 TschG?

Letztendlich kann ich in der jetzigen Situation keinerlei Empfehlung aussprechen.
Lediglich mein Rat sich ausgiebig an fachkundiger Stelle zu informieren.

Haben/ mussten Sie Ihre Ausbildungsinhalte ändern, um dem § 11 TSchG zu genügen?

Nein. Wir haben lediglich die Wortwahl und Begrifflichkeiten auf unserer Internetpräsenz angepasst.

Viele Ausbilder haben für Ihre Schule einen Gleichstellungsantrag gestellt. Trifft das auch auf Ihr Institut zu?

Noch nicht.

Falls ja, gibt es bereits einen Bescheid zu diesem Antrag? Falls nein, warum haben Sie sich entschieden keinen Antrag auf Gleichstellung zu stellen?

Ich denke, es macht wenig Sinn zum momentanen Zeitpunkt. Letztendlich müsste ja auch ein Ausbildungsinstitut eine genehmigte Person nach §11 TSchG Abs. 1 Satz 1 Nr. 8 f vorweisen.

Bietet Ihre Institution selbst Vorbereitungskurse für die Zertifizierung an den Tierärztekammern Niedersachsen, Schleswig- Holstein bzw IHK Potsdam an?

Nein, da wir mit einigen Bestandteilen der momentan gefertigten Sachkunde aus tierschutzrechtlichen Gründen nicht konform gehen können.

Falls ja, was hat Sie dazu bewogen?

Häufig liest man, dass Schulen ihre Ausbildung dem § 11 TSchG angepasst haben, um so einem Gleichstellungsantrag überhaupt erst zu genügen. Eine positive Bescheidung betrifft i.d.R. lediglich neue Absolventen und richtet sich nicht rückwirkend an ehemalige Studenten. Daraus lässt sich ja folgern, dass es bei früheren Studienabgängern zu „Defiziten“ in der Ausbildung gekommen ist. Da es zuvor keinen einheitlichen Ausbildungsstandart gegeben hat, trifft ja weder die Hundetrainer, noch die Ausbildungsinstitute schuld daran. Bieten Sie Ihren ehemaligen Absolventen die Möglichkeit, z. B. in speziellen Kursen, die so entstandenen „Defizite“ auszugleichen?

Falls nein, warum nicht?

Weil wir nach geltendem Tierschutzgesetz keine Defizite verzeichnen.

Falls ja, wie sehen diese Angebote aus?

 

Ein Gedanke zu „Absolut Hund

  1. Find ich gut, das Tierhalter Gesetzlich angehalten wedern mehr ffcr ihr Tier zu tun. Sie haben sich ja auch schliedflich ffcr das Tier entschieden.Nur, wer soll das denn fcberprfcfen?Was ich aber wirklich gut finde, das Hundehalter vor der Anschaffung einen Theoriekurs absolvieren mfcssen.

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