§ 11- der Irrsinn geht weiter

oder- jeden Tag eine Nachricht aus Absurdistan!

absurdistan von Andrea Winkler

Ich habe mir überlegt, dass ich so ein ganz kleines bisschen Aufklärungsarbeit leisten möchte.

Wenn Kunden z.B. hören, dass durch den neuen § 11 (der ja noch viel mehr regelt oder nicht regelt als die Sachkunde der Hundetrainer) die Spreu vom Weizen getrennt werden, die schlechten Hundetrainer aussortiert werden sollen, dann wird dadurch ja auch suggeriert, dass die Trainer, die die Erlaubnis bekommen, wirklich die besseren Hundetrainer sind. Das es ein Qualitätssiegel ist, wohl durchdacht, für alle geltend, bundesweit oder zumindest landesweit, na ja, wir wollen ja nicht maßlos werden, also zumindest so von Stadt zu Stadt oder von Stadt zu Kreis, mit den gleichen Auflagen, na ja, zumindest mit so entfernt ähnlichen Auflagen oder mit irgendwas was sich ähnelt.

Und aus diesem Grund gibt es jetzt von mir regelmäßig kleine Berichte aus Absurdistan. Damit sich jeder selber ein Bild davon machen kann, wie aussagekräftig so eine Erlaubnis ist.

Da gibt es ein Bildungsinstitut:

Dieses Bildungsinstitut ist nach AZAV §8 Abs.4 zur Konzeption und Durchführung von Bildungsmaßnahmen für Hundetrainer, Hundeausbilder und Hundetherapeuten berechtigt. Dafür kriegt man Geld vom Arbeitsamt und auch die sogenannte Bildungsprämie. Das ganze erhält also eine offizielle staatliche Förderung.

Super, ne?

Das ganze verliert ein kleines bisschen den Glanz, wenn man mit dieser staatlich geförderten Ausbildung zum Veterinäramt geht. Dort wird einem dann nämlich erklärt, dass man mit dieser Ausbildung keine Sachkunde hat und mitnichten einfach als Trainer arbeiten kann.

Die eine staatliche Hand fördert also eine Maßnahme, die die andere staatliche Hand als unzureichend zurückweist.

Aber alle, die aufgepasst haben, die wissen oder ahnen es jetzt schon, denn natürlich ist nicht jeder, der diese Ausbildung gemacht hat nicht sachkundig, das liegt wieder im Ermessen des Vet-Amtes. Stadt A erkennt die Ausbildung an und man darf arbeiten, Kreis B erkennt sie nicht an und man wäre weg vom Fenster, wenn man nicht ordentlich in die Tasche greift und sich nochmal prüfen lässt.

Das sind so Dinge, da fällt mir der Kopf vor Irrsinn auf die Tischplatte. Virtuelle Trostpflaster sind sehr willkommen.

Morgen zeig ich euch mal Auflagen, die an die Hundetrainer gehen. Das ist gerade für euch Kunden sehr interessant oder vll. reden wir mal über die Befristung von Arbeitserlaubnissen. Kennt ihr natürlich alle, ihr alle dürft ja immer nur ein Jahr oder 3 oder so arbeiten, danach erlischt die Genehmigung und ihr müsst wieder beantragen, dass ihr weiter arbeiten dürft und jede Genehmigung müsst ihr bezahlen. Wenn ihr das nicht kennt, dann seid ihr wohl keine Hundetrainer.